A visit to windy Wellington

English version

Servus und windige Grüße aus Palmerston North :)

Im Moment ist der Wind hier schon wirklich stark, aber anstatt endlich ein paar dicke Regenwolken andzupusten, die das Land wirklich dringend brauche könnte – vor ein paar Tagen erst stand der Paddock einer benachbarten Farm in Flammen o: – bringt er nur erfrischende Kühlung bei dem warmen bis wirklich heißem Wetter, dass hier im Moment herrscht. Wir haben im Moment einen guten Sommer, leider aber nicht für die vielen Farmer.

Wie man also aus der Überschrift und den ersten paar Sätzen schließen kann, ist das Thema des heutigen Beitrags …. *trommelwirbel* … WIND! Und ja, ich hab sogar einiges zu Wind beizutragen, man mag es kaum glauben :D Es folgt also nun Part 1 meiner “Winderzählungen”

“A ruffian wind is bliss, the blind man’s comfort station. When I get tired of walking around it, I can always leen against it!” – James McNeish

Am 03.Januar stand ein Trip nach Wellington für Daina und mich an. In knappen 2 Stunden Fahrt von Palmerston North aus erreicht man die Hauptstadt Neuseelands, am äußersten Südzipfel der Nordinsel gelegen, und durch ihre geografische Lage besonders anfällig für starke Windströumungen und Fallwinde auch als Windy City bekannt. Wohlgemerkt, Wellington ist die Hauptstadt, mit etwas über 190.000 Einwohnern (in der Stadt selber, Stand März 2013 – Quelle: Wikipedia) während Auckland über 1,4 Millionen Einwohner hat. Und trotzdem ist die windige Stadt der zweitgrößte Ballungsraum des Landes nach Auckland.
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Für mich ist Wellington nicht nur als Stadt interessant – die Stadt gilt als künstlerischer und kultureller Mittelpunkt des Landes, hier ist auch der Mittelpunkt der Film- und Theaterindustrie Neuseelands – sondern auch mit ihrer geografischen Lage auf aktiven geologischen Verwerfungen, die Ursache für die häufigen Erdbeben.
Das ist höchstwahrscheinlich nicht für jeden interessant, für mich aber schon :D Schließlich habe ich meine Seminararbeit über die besondere geografische und geologische Lage Neuseeland geschrieben und mich sehr intensiv mit diesem Thema beschäftigt.

Nun ist aber genug von Fakten und ähnlichem, jetzt kommt der kleine Reisebericht:
Wir haben uns also ganz früh auf den Weg nach Wellington gemacht, um möglichst viel vom Tag zu haben. Der erste Teil der Strecke ist landschaftlich nicht sonderlich aufregend, die zweite Hälfte ist dafür umso schöner, die Straße führt mehr oder weniger direkt an der Küste entlang und bietet Blick auf Meer, Inseln und Landzipfel. Wirklich schön :)
In Wellington selber haben wir dann Dainas Schwägerin Helga abgeholt, die an diesem Tag als unsere Fremdenführerin fungieren sollte.
Zuerst gings also zu einem Spaziergang an der Waterfront. Leider war das Wetter insgesamt etwas diesig , wir hatten zwar angenehmen Sonnenschein, aber die Sicht übern Hafen war etwas eingeschränkt. Trotzdem hat die Hafenstreck wirklich was für sich, der Blick hinaus aufs Meer, die Pohutukawa Bäme (die wunderschönen roten Blüten kommen über die Weihnachtszeit raus, der Baum ist deswegen auch als Weihnachtsbaum Neuseelands bekannt), der Blick auf die Stadt, wo die Häuser in die Hügel gebaut wurden und man froh drüber ist, nicht die unter anderem recht steilen Treppen mit haufenweise Einkäufen erklimmen zu müssen.
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An der Waterfront zeigt sich auch deutlich die künstlerische Seite Wellingtons. Überall kann man kleine oder große Kunstwerke angucken, sei es eine ganze Brücke in interessanten Formen, Ein Dach ganz bestehend aus Dreiecken oder ein riesiger Ball bestehend aus lauter Farnblättern aus Metall schwebend über den Köpfen der Menschen. An der Waterfront findet man übrigens auch das Te Papa Museum – ein wirklich großes und absolut geniales Museum, das man gesehen haben muss, wenn man in Wellington ist!
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Nach dem Spaziergang an der Waterfront gings dann erst mal zum Mittagessen ins Wagamama – ein asiatisch angehauchtes Restaurant mit wirklich leckerem Essen. Zumindest sobald man rausgefunden hat, was einem denn schmecken könnte. Ich sags euch, für mich ist es schon schwierig genug asiatisches Essen auszusuchen, wenns in Deutsch auf der Speisekarte steht. In Englisch wars ne ganz schöne Herausforderung. (Auch wenn mein Englisch schon um einiges besser geworden ist – glaub ich zumindest ^^ ) Das Restaurant ist aber definitiv einen Besuch wert. Ich hatte einen großen Pott Suppe mit einem Löffel, der mehr eine umständliche Kelle als ein Löffel war, meine Güte kam ich mir komisch mit diesem Löffel vor xD

IMG_1212Nach dem Mittagessen gings dann zur nächsten typischen Attraktion von Wellington: Cable car! :D
2012 feierte das Wellington Cable Car 110jähriges Bestehen. ca 120 Höhenmeter innerhalb von 10 Minuten, durch drei Tunnel mit mehreren Stops auf dem Weg hoch und direktem Anschluss an den Botanischen Garten Wellingtons an der Endstation. Außerdem bietet der Endpunkt eine tolle Aussicht über Wellington, und die Seilbahn ist einfach schnuckelig zum anschauen. Auf dem Weg runter haben wir uns dann ganz vorne hingesetzt, um ne tolle Aussicht zu haben, leider ist daraus dann nix geworden, weil sich dann direkt vor mich ein paar Leute gestellt haben. Aber einen Versuch wars wert :’D

http://www.wellingtoncablecar.co.nz/
Der Botanische Garten wurde von uns nur kurz besucht, weil mir noch ein paar weitere Punkte auf unserer Liste hatten, aber er bietet viele verschiedene Sachen zur Beischtigung. Unter anderem auch ein Observatorium und eine Menschen-Sonnenuhr, bei der man sich auf den jeweiligen Tag und Monat stellen kann und dann seinen eigenen Schatten als Zeiger nutzt. Tja, leider keine Sonne gehabt, wär ansonsten interessant gewesen zu sehen, wie genau diese Sonnenuhr ist ^^ (Die Monate und Tage waren in einer Art gestreckten und etwas gedrehten Unendlichkeitszeichen ∞ angeordnet, war iwie schön anzuschauen)
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Danach gings zu einer kleinen Fahrt an der Küste entlang (Wenn man sich die Karte anschaut an dem kleinen Zipfel in der Mitte – ab Wellington Harbour – entlang) Die Küste ist wirklich schön, mit vielen kleinen Buchten und Stränden, sowie der Aussicht auf zwei Leuchttürme auf der anderen Seite der Bucht.
Auf dem Rückweg wollte ich dann nochmal zu dem Wellington Schriftzug, den ihr am Anfang dieses Posts seht. Es gab einen Wettbewerb um das beste Design, und ich finde, das hier ist schon wirklich gut. Helga hat uns allerdings erzählt, dass es auch ein Design mit vielen Regenschirmen gegeben hätte, die weggeweht werden. Das, muss ich sagen, hätte ich schon wirklich klasse gefunden. Zum Glück für alle wurde es nicht “Wellywood” – des wäre ja übel gewesen, findet ihr nicht auch?
Unser Rückweg hat uns dann auf jeden Fall ein kleines Abenteuer bereitet. Und zwar sind wir ganz brav der Beschilderung gefolgt und dann plötzlich auf dem Flughafenparkplatz gelandet. o.o Ich mein, wer führt denn eine Strecke zurück ins Stadtzentrum durch den Flughafenparkplatz?? Kann natürlich auch sein, dass es eine alternativ Route gibt, aber man stelle sich mal vor, an einem verkehrsreichen Tag, wenn dann jeder über durch den Flughafen fahren muss, wenn er ins Zentrum will – komische Vorstellung.
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Unser letzter Stop hat uns dann zum Mt. Victoria geführt, dem besten Aussichtsplatz über Wellington. Und natürlich, wie sollte es auch anders sein, nicht auf der üblichen Strecke, sondern auf winzigsten Straßen die auch mal 180° Kurven machen – aber wo würde denn sonst der Spaß bleiben, hm? :D
Leider kein Bilderbuchwetter für Fotos, aber der Ausblick ist schon beeindruckend, und definitiv einen Besuch wert.
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Später sind wir dann noch zum dressmart gefahren – nachdem das Loch in meiner einen Jeans am Knie nun doch zu groß geworden ist, ich habe jetzt neue Hotpants – brauchte ich neue Jeans. Oh wow, es war noch nie so deprimierend, shoppen zu gehen. Ganz ehrlich, anstatt alles mögliche gleichschalten zu wollen – Währung etc.pp. – sollten sich die Regierungen der Welt mal zusammensetzen und Kleidergrößen und Steckdosen gleichschalten. Die Umrechnung ist nie gleich, mal passt du in ne 10, des nächste mal in ne 12, und wenn du Pech hast ist es noch ne Größe größer …. Und im Dressmart habe ich genau eine Hose gefunden, die mir gepasst hat und dabei auch gut aussah. Verdammt deprimierend, aber, who cares, Mädchenprobleme xD

Rückblickend wars ein total schöner Tag, mit viel zu sehen und viel zu lachen, wirklich toll :D

Ich ende nun mit meinem ersten Part meiner “Winderzählungen”, bald folgt Part 2, wenn mans denn so aussdrücken und unterteilen kann :)

Viele Grüße aus dem sonnigen Neuseeland, genießt den Schnee, falls ihr denn welchen habt! :)

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4 thoughts on “A visit to windy Wellington

  1. So, wenn du deinen Vorsätzen treu bleibst, dann muss ich das jetzt auch mal tun. :D Vielen, vielen Dank auch hier nochmal für deinen Kommentar, ich habe mich riesig gefreut! (:
    Ist das süß, ich wusste gar nicht, dass Wellington so klein ist… Das Logo ist wirklich hübsch, aber ich muss dir zustimmen – Regenschirme wäre mindestens genau so fabelhaft und Wellywood ist gar nicht diskussionswürdig.
    Die Kunstwerke sehen toll aus – Tail of the Whale klingt mal lustig! Und der Cabblecar sieht tatsächlich sehr nett aus, ich mag solche traditionellen Sachen – ist doch gleich viel schöner als eine Bustour, wenn man mit sowas durch die Gegend tuckert.
    Ich finde den Ausblick übrigens echt schön, gerade durch die Wolken wirken die Berge so geheimnisvoll, passt kaum zu den Bürogebäuden davor. Generell sieht es so schön aus, die paar übrigen Schneehäuflein hier rufen optisch gesehen wirklich nicht unbedingt die ultimative Begeisterung hervor.
    Das mit den Kleidergrößen und Steckdosen unterstütze ich übrigens aus vollem Herzen!

    Alles Liebe und halt die Ohren steif in diesen windigen Tagen :D,
    Mara

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    1. Ja, mir wars vorher auch nicht so wirklich klar, dass Wellington so klein ist, aber es ist so. ^^ Des Cablecar ist total schnuckelig, und ja, definitiv besser als ein Bus. Vorallem kann ich Busse so gut wie gar nicht leiden, dementsprechend umso besser für mich. ^^
      Vlt sollte man mal dafür eine Unterschriftenliste starten: “Für einheitliche Kleidergrößen und Steckdosen!” Wir bräuchten nur noch einen guten Spruch, zugleich kurz und informativ sowie im Gedächtnis hängen bleibend. ^^
      Vielen Dank für deinen Kommentar! :)

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  2. Du bist so beneidenswert und du hast ja in dem anderen Post erzählt dass du manchmal doch stärker Heimweh hast, das passiert und ist natürlich aber wie du schon selbst sagtest das was du aktuell erlebst ist einfach traumhaft genieß es! Wie lange bist du eigentlich in Neuseeland? :D
    Ich glaube auch ehrlich gesagt viele wissen gar nicht dass Wellington die Hauptstadt ist sondern denken das ist Auckland, bei der Größe dann auch kein Wunder :D
    Genieß noch deinen Aufenthalt bei der wundervollen Familie und ich freue mich auf weitere Posts!

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    1. Ja, das Heimweh lohnt sich definitiv. Ich weiß noch nicht, wie lange ich bleibe, momentan bin ich bei Ende Mai/ Ende Juni angelangt, weil ich zu Hause in D noch etwas arbeiten und Geld verdienen möchte, bevor ich mein Studium antrete. Aber ich hab keine Ahnung, werde aber demnächst mein Ticket buchen, muss mich also bald entscheiden.
      Auckland wird ja iwie auch als neue Hauptstadt gehandelt, meine ich mal gehört zu haben. Es liegt halt auch daran dass die meisten Flüge nach Auckland (oder Christchurch) gehen, und nicht wirklich nach Wellington. Aber ja, Wellington ist die offizielle Hauptstadt ^^
      Danke dir! :)

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